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Im Affenzahn viral: Open-Source-Community begrüßt Chaos Monkey für Spring Boot

„Ich glaub’, mich laust der Affe!“ muss sich unser Kollege Benjamin Wilms gedacht haben, als er am Morgen des 14. April auf sein Smartphone blickte. Die Ankündigung seiner Open-Source-Software „Chaos Monkey for Spring Boot“ per Twitter verbreitete sich bereits in den ersten 24 Stunden viral in der Open-Source-Community.

Hunderte von Retweets und anerkennenden „Favorites“ belohnten Benjamins Engagement – u. a. teilten Koryphäen wie Josh Long (Spring Advocate bei Pivotal) und zwei der Autoren des Buchs Chaos Engineering, Nora Jones (Chaos Engineer bei Netflix) und Casey Rosenthal (Backplane, früherer Netflix-Mitarbeiter), den Tweet; ebenso der offizielle Java- (@java) und der Spring-Account (@springcentral).

Josh Long ging darüber hinaus in seinem Spring-Newsletter ausführlich auf Benjamins Software-Beitrag ein.

Der Chaos-Engineering-Experte Russ Miles wird den Chaos Monkey for Spring Boot in das Chaos Toolkit (http://chaostoolkit.org/) integrieren und einen Treiber dafür bereitstellen.

Auf GitHub erhielt das Projekt in den ersten zwei Tagen 2.100 Views und 105 Sterne.

Was ist überhaupt ein Chaos Monkey?

Das Konzept der programmierten Störenfriede, die bewusst Systemausfälle provozieren, um die Widerstandsfähigkeit oder Resilienz einer IT-Infrastruktur auf die Probe zu stellen, stammt von Netflix. Um seinen Usern rund um den Erdball und rund um die Uhr auch bei teilweisen Ausfällen ein ideales Nutzererlebnis zu bieten, erfand der Streaming-Anbieter ab 2011 die „Simian Army“. Das sind Software-Tools, die dabei helfen, Ausfälle und Fehler aller Art zu simulieren, um die globale IT-Infrastruktur optimal auf unvorhergesehene Situationen vorzubereiten. Der „Chaos Monkey“ ist wohl das bekannteste Mitglied der Simian Army.

Weshalb ein Chaos Monkey für Spring Boot?

Seit jeher engagieren sich codecentric-Mitarbeiter in zahlreichen Open-Source-Projekten, darunter auch im Spring-Boot-Projekt. 2014 wurde von codecentricern das Projekt Spring Boot Admin gegründet, das Monitoring und Administration von Spring-Boot-Anwendungen vereinfacht.

Zur Entstehung des Chaos Monkey für Spring Boot erklärt Benjamin:

In den letzten Jahren habe ich mich viel mit dem Thema Resilience beschäftigt und durfte dieses Thema auf einigen Konferenzen einem breiten Publikum vorstellen. Ich wollte die Zuhörer dabei nie mit langweiligen Folien quälen und sie nicht mit leeren Händen aus meinen Talks entlassen. Aus diesem Grund hatte jeder meiner Talks eine Live-Demo, die die Zuhörer im Anschluss auf GitHub herunterladen konnten. Doch wie veranschaulicht man das Thema Resilience und die Möglichkeiten von Hystrix, einer Service Discovery, Client-Side-Load-Balancing, Spring Cloud und Netflix OSS? Ich brauchte eine Komponente, die meine Services aus dem Konzept bringt, Fehler einbaut, Latency hinzufügt und die Konzepte und Patterns des Resilient Software Designs veranschaulicht.
Aus dieser Idee ist der Chaos Monkey for Spring Boot entstanden, und Anfang April entschied ich mich, diesen nicht nur für meine Demos und Workshops bei Kunden zu nutzen, sondern ihn auch der Open-Source-Community bereitzustellen.

Die Frage, ob er mit dieser Resonanz seitens der Community gerechnet hätte, beantwortet er folgendermaßen:

Vergangenen Freitag (13.4.) war alles soweit, den Chaos Monkey for Spring Boot der Community bereitzustellen. Mit der tollen Hilfe von Sonatype konnte ich das erste Release ins Maven Central pushen und kurz darauf schickte ich einen Tweet ab. Was dann geschah, überstieg all meine Erwartungen. Ich bekomme so viel positives Feedback aus der Community, mein erster Pull-Request erreichte mich, ich bekomme Retweets von Personen, die mir nur als Koryphäen und Experten bekannt sind. Seit Freitag laufe ich mit einem breiten Grinsen durch die Gegend und bekomme es nicht mehr weg. Dieses Gefühl, dass man ein kleines Stück Software geschrieben hat und dafür soviel Lob, Anerkennung und Feedback bekommt, ist unbeschreiblich und tut mehr als gut! Dank an alle, und ihr habt echt was gut bei mir!

Benjamin Wilms

Benjamin Wilms (1. v. r. mit v. r. n. l. Josh Long, Johannes Edmeier und Jonas Hecht) beim Cloud-Native Java Day im Januar 2018 in Solingen.

Wer sich genauer zum Thema Resilienz informieren möchte, sollte einen Blick in die aktuelle Softwerker-Ausgabe werfen. Darin schreibt Benjamin über Spring Cloud Netflix – Resilience in der Praxis. Auch hier treiben die berühmt-berüchtigten Chaos-Affen ihr Unwesen.

Softwerker Spring Cloud Netflix Chaos Monkey

(DK)

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