dpunkt.verlag 10/14

Continuous Delivery – Ein Überblick

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In Softwareprojekten, die nach klassischen Vorgehensmodellen durchgeführt werden, definiert der Kunde in einem Anforderungsdokument seine Wünsche, die danach von der IT umgesetzt und nach ein paar Monaten oder sogar Jahren zur Verfügung gestellt werden. Hierbei ist während der Laufzeit des Projekts nicht klar, ob das Budget eingehalten wird, ob die Lieferung in der definierten Zeit und Qualität geschieht und ob der beabsichtigte Geschäftswert überhaupt realisiert werden kann. Die hohen Kosten und Risiken entstehen, weil die Software erst zum Schluss der Entwicklung benutzbar ist und sich die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden während der Entwicklung verändern. Starre Wasserfallmodelle können mit diesen Veränderungen nicht gut umgehen und erzeugen hohe Veränderungskosten.

Agile Vorgehensweisen versuchen diesen Problemen durch häufige Lieferungen, Priorisierung der Anforderungen und starke Einbeziehung des Fachbereichs entgegenzuwirken. Die hierbei typischen Zykluszeiten von zwei bis vier Wochen erlauben einen deutlich besseren Einblick in den Prozess und eine frühere Nutzung der Software.

Im Rahmen dieser Vorgehensweisen hat sich in vielen Projekten eine möglichst weitgehende Automatisierung der Lieferung von Software von der Entwicklung über verschiedene Testumgebungen bis zur Produktion als sehr vorteilhaft herauskristallisiert. Durch diese Automatisierung werden Unsicherheiten bei Releases beseitigt, die entsprechenden Skripte sind hundertfach getestet und richtig aufgesetzt, und ein Rollback ist damit problemlos möglich. Das nimmt der Lieferung einen großen Teil des Risikos und der Kosten. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Automatisierung konsequent verwendet wird.

Wenn wir aber in der Lage sind, unsere Software sehr schnell und mit geringem Risiko zu liefern, dann macht es plötzlich Sinn, die Zyklen weiter zu verkürzen und auch kleine Funktionen sofort zu liefern. Dies führt zu einer grundsätzlichen Änderung des Entwicklungsprozesses mit geringeren Kosten, geringerem Risiko und geringerer Wartezeit bis zur Umsetzung. Dieser geänderte Prozess wird als kontinuierliche Lieferung oder Continuous Delivery bezeichnet. In dieser Broschüre werden wir Ihnen über dieses Thema einen Überblick verschaffen.

Vollständiger Artikel

Artikel von Joachim Baumann

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