ObjektSpektrum 06/15

Die Reise nach DevOps: Auf dem Weg zu einer bedarfsgerechten IT

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Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Herkunft und die absehbare Entwicklung von DevOps. Die Entstehung und das spätere Scheitern des traditionellen Software-Engineerings werden angesprochen, um anschließend auf die Themen Agilität und DevOps einzugehen, wobei die Gründe für das unterschiedlich erfolgreiche Funktionieren dieser Konzepte erläutert werden. Mit Hinweis auf häufige Missverständnisse in Bezug auf DevOps wird abschließend ein Ausblick auf die Zukunft dieses Themas gewagt.

Ganz am Anfang war Chaos – nun ja, nicht nur Chaos, aber in den frühen 1960ern dachten wenige über Prozessmodelle, arbeitsteilige Organisationsstrukturen und aufwändige Governance-Modelle nach. Software wurde auf Zuruf der Fachabteilungen entwickelt, was dazu führte, dass komplexe Software im Vergleich zu Hardware kostspielig wurde. Über eine Trennung von Entwicklung und Betrieb machte sich noch niemand Gedanken. Man war noch weit entfernt von einer durchgängigen IT-Unterstützung ganzer Geschäftsprozesse. Außerdem waren die Anwendungen voneinander isoliert – bis zu einer durchgängigen Vernetzung von Rechnern und Software sollte es noch viele Jahre dauern. Diese Herangehensweise war so gegenwärtig, dass sie irgendwann an ihre Grenzen stieß. Der Bedarf an Software überstieg die Lieferfähigkeit deutlich, die Softwarekrise war geboren.

Auf einer NATO-Konferenz im Jahr 1968 in Garmisch-Partenkirchen wurde diese Problemstellung diskutiert. Dies war die Geburtsstunde des Software-Engineerings, eines Produktionsmodells für die Softwareentwicklung.
Doch woran orientieren? Als hilfreich erwies sich, dass ein ähnlich gelagertes Problem Anfang des 20. Jahrhunderts bereits in einem anderen Industriezweig erfolgreich gelöst worden war. Henry Ford hatte vorgemacht, wie man die Produktion von Automobilen um bedeutsame Größenordnungen steigern konnte, um den Bedarf des riesigen Marktes auf kosteneffiziente Weise zu decken: Er spaltete den gesamten Produktionsprozess in einzelne Schritte auf und ließ diese dann von Spezialisten (beim Autobau in der Regel von gelernten Arbeitern) ausführen und verband diese per Fließband miteinander.
Interessanterweise ist dieser Ansatz heute primär unter dem Begriff Taylorismus bekannt, benannt nach Frederick Winslow Taylor, der sehr ähnliche Ideen zeitgleich zu Ford entwickelt hatte. (…)

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