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Java Magazin

03/19

Willkommen in der Welt der Chaos Tools

Autor:
Benjamin Wilms

Wie ihr im ersten Artikel zum Thema Chaos Engineering erfahren habt, steckt hinter dem Thema mehr als nur der Einsatz irgendwelcher Tools. Im zweiten Teil werde ich euch nun in die Welt von Chaos Tools entführen und euch zeigen, wie ihr auf den unteren drei Leveln des Chaos Engineerings einzelne Komponenten angreifen könnt.

Natürlich ist beim Chaos Engineering immer Fingerspitzengefühl gefragt. Denn wie wir gelernt haben, wollen wir kein Chaos herbeiführen und böswillig Dinge zerstören. Wir werden uns nun anschauen, wann es sinnvoll ist, unsere Chaos-Experimente zu automatisieren, und mit welchen Tools wir das sehr elegant und getreu der Open-Source-Philosophie umsetzen können.

Chaos Engineering muss zu etwas werden, von dem wir alle profitieren. Wir sollten unsere Experimente im Unternehmen und nach Möglichkeit auch mit anderen auf dieser Welt teilen. Es wäre doch großartig, würde jemand beispielsweise in einem AWS, Kubernetes oder OpenShift Environment Schwachstellen mit Hilfe seiner Chaos-Experimente entdecken und beheben. Und warum sollten andere nicht ebenfalls einen Nutzen daraus ziehen? Diese Überlegungen gaben Russ Miles, ebenfalls Chaos Engineer und Gründer von ChaosIQ, den Impuls, die Open Chaos Initiative zu gründen, zu der jeder herzlich eingeladen ist. Der aktuelle Stand und alle Informationen zu dieser Initiative sind auf open chaos.io zu finden.

Doch nun gehen wir in medias res: Wir werden uns mit den drei unteren Leveln des Chaos Engineerings beschäftigen und ein paar nützliche Tools im Detail betrachten, mit Hilfe derer wir unsere ersten Experimente starten. Führt euch bitte immer wieder selbst vor Augen, dass unser Ziel die Härtung und Verbesserung unserer Systeme ist. Wir wollen mit den turbulenten Bedingungen umzugehen lernen und deren Auswirkungen auf unser System weitestgehend abmildern.

Bevor wir konkret mit den ersten Attacken beginnen, möchte ich euch noch einmal auf die Methodik und das Vorgehen aufmerksam machen. Wir planen ein Chaos-Experiment unter anderem deshalb, weil wir die dunklen, uns nicht bekannten und unter der Oberfläche schlummernden „Schulden“ erkennen und beheben wollen (Surface Dark Debt). Die Erkenntnisse aus den Experimenten nutzen wir, um daraus zu lernen und Verbesserungen an unserem System vorzunehmen. Die daraus resultierenden Chaos-Tests wiederum wenden wir zur kontinuierlichen Kontrolle unserer Systeme an, ähnlich wie wir es mit Unit-, Integrations-, und Systemtests tun. Sollte ein Chaos-Test im späteren Verlauf doch wieder scheitern, dann ist erneut oder durch andere Umstände eine Schwachstelle aufgetreten, die wir beheben müssen.

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