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Wir feiern: 10 Jahre codecentric Bosnien

Die codecentric AG wurde 2005 von Rainer Vehns und Mirko Novakovic in Solingen gegründet. Inzwischen hat sie 11 Standorte in Deutschland und fünf weitere in Bosnien, Serbien sowie den Niederlanden. Ein rasantes Wachstum für ein mittelständisches Unternehmen in wenigen Jahren. Der zweite Standort wurde 2008 gegründet. Und es mag zunächst überraschen, aber die Gründer entschieden sich damals zunächst nicht etwa, innerhalb Deutschlands zu expandieren: Der zweite Standort der codecentric AG ist im bosnischen Doboj und feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag.

Wir werfen mit Geschäftsführer Rainer Vehns und Standortleiter Mladen Vasic einen Blick zurück auf zehn Jahre codecentric Bosnien – wie alles begann, wie sich der Standort entwickelt hat  – und geben einen Ausblick darauf, wohin die Reise gehen wird. Und natürlich gibt es auch ein paar Impressionen der Feierlichkeiten im Februar.

Wie alles begann…

Die noch junge codecentric AG hatte sich 2008 in Solingen bereits ein solides Fundament aufgebaut. Eine Markterweiterung oder gar ein weiterer Standort standen zunächst nicht zur Debatte. Doch natürlich steht und fällt der Erfolg jedes IT-Unternehmens – damals wie heute – mit guten Mitarbeitern, und um die reißt sich der Markt. Schwerer noch, wenn man Kolleginnen und Kollegen sucht, die das besondere codecentric-Mindset zu Softwareentwicklung teilen.

Die Wettbewerbssituation tat ihr Übriges, erinnert sich Rainer: „Wir waren oftmals teurer als die Konkurrenz. Geschuldet war das unserem hohen Qualitätsanspruch an unsere Arbeit und unsere Mitarbeiter.“ Wie also konnte man die Qualität halten, ohne von der Konkurrenz unterboten zu werden? – „Wir entdeckten, dass wir auch außerhalb Deutschlands sehr gute Entwickler finden könnten. Mit gemischten Teams aus Deutschland und Bosnien wollten wir hohe codecentric-Qualität zu guten Preisen anbieten”, erinnert sich Rainer zurück.

Mirko und Mladen kannten sich bereits seit 2007 aus dem bosnischen Doboj, wo Mladen damals an der Faculty of Traffic Engineering arbeitete. Sie kamen ins Gespräch: Mladen war offen für eine neue Herausforderung und Mirko hatte die Idee, ein Nearshoring-Team zu etablieren, das direkt mit dem deutschen Office zusammenarbeitet. Die Idee hatte Potential, Mladen wurde der erste Kollege in Bosnien. Die Anfänge waren eine Zeit der Umgewöhnung – für ihn persönlich wie auch für die beiden weiteren Kollegen, erinnert sich Mladen.

„Wir begannen zu dritt remote mit den deutschen Kollegen aus einem winzigen Office in Doboj zu arbeiten. Die andere Hälfte der Zeit waren wir in Deutschland beim Kunden vor Ort. Etwas völlig Neues zu beginnen, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten und mir neuesten Technologien anzueignen – es war wirklich eine Herausforderung für mich persönlich.“

Aus 3 werden 34

So holprig die Anfänge auch waren, die Ausdauer hat sich mehr als gelohnt: Inzwischen arbeiten in Bosnien 34 Kolleginnen und Kollegen an zwei Standorten. (Der Standort Banja Luka wurde 2015 eröffnet.) Mit dem Wachstum stiegen auch die Anforderungen an die Arbeitsumgebung: Heute wird zum Glück nicht mehr im spartanischen Mini-Büro gearbeitet, stattdessen bewegen sich die Kollegen in Doboj nun auf 600 Quadratmetern im modernen Einrichtungsstil, den man auch an den deutschen Standorten findet. Ein wichtiger Schritt für die Kollegen, denn obgleich wir hier im Wesentlichen „nur“ von Inneneinrichtung sprechen, so war es doch ein wesentliches Zeichen der Wertschätzung, dass codecentric Bosnien hier ein Upgrade auf den „deutschen Standard“ erhielt. Und das haben sich die Kolleginnen und Kollegen auch redlich verdient, so Rainer:

„Mit 34 Mitarbeitern ist Bosnien ein großer Standort und spielt damit eine wichtige Rolle für uns. Gerade für unseren Labs-Ansatz ist Bosnien strategisch – viele arbeiten schon in Labs-Teams und beim Aufbau der strategischen Labs-Unit hat Bosnien maßgeblich beigetragen.“

In zehn Jahren lernt man einander und die kulturellen Eigenheiten gut kennen. Rainer erinnert sich etwa schmunzelnd daran, wie irritiert er und Mirko damals waren, dass das bosnische Office keine Kaffeemaschine hatte – und auch nicht wollte: Denn in Bosnien gehört Kaffeetrinken auswärts ähnlich wie etwa in Italien zur Lebensqualität.
Eines der Lowlights des Standortes: In 2014 wurde Doboj überschwemmt, stellenweise bis zu vier Meter hoch. Auch Mitarbeiter waren direkt vor der Zerstörung betroffen. Doch die Firma machte aus der Notsituation das Beste: Viele Spenden wurden gesammelt und persönlich nach Doboj gebracht – eine von vielen Situationen, in denen die Firma letztlich enger zusammengewachsen ist.

Wo die Reise hingeht…

Mladen schaut zuversichtlich in die Zukunft: „In Bosnien und Herzegowina genießen wir – zusammen mit wenigen anderen – eine Art Pionierstatus im Bereich professioneller Software-Entwicklung.“ Man wolle weiter wachsen – an Köpfen wie an Know-how. Die Chancen stünden gut, dass sich codecentric Bosnien langfristig weiter zu einem weitbekannten Knowledge Leader und beliebten Arbeitgeber etablierte, so Mladen.
Rainer wünscht sich für die bosnischen Kollegen indes auch, dass sich die Gesamtsituation des Landes verbessert: „Wir bieten sichere Arbeitsplätze, was schon einmal viel wert ist, aber an der allgemeinen Lebenssituation kann sich noch vieles für die Kolleginnen und Kollegen verbessern.“

Das zehnjährige Jubiläum feierten rund 50 Kolleginnen und Kollegen aus Bosnien, Serbien und Deutschland übrigens bereits im Februar gebührend – und zwar vom frühen Nachmittag bis in die Nacht, angefangen mit Rakija im Dobojer Office bei einer spontanen Jam-Session der Kollegen bis hin zum offiziellen Festakt am Abend mit Bankett und Live-Band. Hier einige Impressionen: